Auf diesem Blog könnt ihr mein Auslandsjahr in England verfolgen.

14. September 2014

Zweite Woche, Teil 2

Donnerstag     11/09/14
Am Donnerstag haben wir in Photography zuerst alle möglichen gewöhnlichen Sachen fotografiert um sie dann später in Photoshop…ungewöhnlich zu machen. Ich mache tatsächlich auch schon Fortschritte im Umgang mit Photoshop (ich bin total stolz auf mich ;)). Hilft mir aber nicht weiter, denn die Zeit in der alle anderen ihre Fotos bearbeiten verbringe ich damit den Mac zu verwünschen weil ich einfach meine Fotos nicht finde. Nein, ich bin definitiv kein Apple-Fan.
Das hatten wir für unsere perfekten Bilder zur Verfügung
Danach hatte ich meine erste Geography Stunde und vor meinem Klassenraum traf ich auf eine andere ATS. Sie erzählte mir, dass sie nur hier wartete um dem Lehrer zu sagen, dass sie das Fach wechseln würde, weil ihr Geography zu schwer war. Ich stand da und dachte mir nur so: Jo. Cool. Fail.

Nachdem ich dann den Lehrer über meine Anwesenheit informiert hatte kam auch schon der nächste unangenehme Moment. Wo sollte ich mich hinsetzten? Alle anderen hatten schließlich schon einen Platz und ich wollte mich nicht mit unbewussten Sitzplatzdiebstahl unbeliebt machen.
Als ich dann endlich saß fing der Lehrer die Stunde mit den Worten „alle, die am Montag nicht da waren haben jede Menge verpasst“ an und ich verwandelte mich mal wieder in eine Panikfliege.
Dann war die Stunde aber doch nicht so schlimm. Ich hatte eigentlich das Gefühl auch ohne zu wissen was alle anderen in den letzten Stunden gemacht hatten ganz gut mitzukommen.
Und das Beste von allem war meine Sitznachbarin. Sie ließ mich alle ihre Notizen abschreiben, wenn ich die mal wieder etwas nicht verstanden hatte oder nicht wusste wie man etwas schreibt. Sie hat auch alle meine Frage was das eine oder andere ist geduldig beantwortet. Im Laufe dieser Stunde ist sie dann unschwer zu dem Schluss gekommen, dass ich Austauschschülerin sein muss (ich habe euch übrigens im Assembly Post Mist erzählt. Wir sind 17 Austauschschüler, darunter mindestens eine Österreicherin, 2 Schweizerinnen und 4 Deutsche) und hat mich darauf angesprochen! Ich war ziemlich happy, denn alle anderen Leute hier mit denen ich bisher gesprochen hatte haben mir zwar mit typisch englischer Höflichkeit geantwortet, aber nie von sich aus mit mir geredet. Ich habe mich dann eine ganze Weile mit ihr unterhalten und sie schein die netteste Person hier zu sein mit der ich bisher zu tun hatte. Ich werde euch berichten wie sich das weiter entwickelt.

Freitag     12/09/14
Leute, mein Leben wird langsam langweilig :D
In den ersten beiden Freistunden habe ich zusammen mit Sandra Schulsachen gekauft und auch in Photography und Mathe gab es keine neuen Erkenntnisse.

Samstag     13/09/14
Am Samstag nahm meine Gastfamilie mich und Sandra in den Wald mit. So nennt Jasmine den Ort jedenfalls. Klingt ziemlich langweilig, war es eigentlich aber nicht. Es gab eine Schlucht von der David schwört, dass sie sich eines Tages einfach schließen wird. Ich kam auch das erste Mal dazu ein paar Bilder von meiner neuen Family zu schießen.
Die Schlucht und David
Die Schlucht von der anderen Seite
der Wald
die Holztreppe hat schon ein bisschen gelitten...
Sandra hat noch mehr Fotos geschossen als ich :)
Amy, wenn man sie am Fuß kitzelt :D
Oliver
er hat eine Inschrift im Stein gefunden, die ich fotografieren sollte
Zitat: "I'm a strong men!"

Sonntag     14/09/14
Als Sandra und ich am Sonntagmorgen runter zum Frühstück gingen roch es im Treppenhaus irgendwie nach Rauch und als wir in die Küche gingen wurde der Geruch noch schlimmer. Später erfuhren wir, dass der Mann im Zimmer neben uns spät abends beschlossen hatte etwas zu backen und als er zurück in sein Zimmer ging um dort zu warten schlief er ein. Es entstand zum Glück kein Brand oder so, es stickt nur ziemlich.
Eigentlich hatten Sandra und ich vor, uns an diesem Tag das erste Mal ausführlich unseren Hausaufgaben zu widmen. So der Plan. Tatsächlich machten wir das aber erst nach dem Dinner (das war dieses Mal besonders früh, schon um vier!). Am Abend erzählte uns David abgesehen von der ganzen Küchengeschichte vom Morgen noch Witze. Insbesondere von Engländern, Schotten und Iren. Und die Iren sind immer die Blöden.

10. September 2014

Zweite Woche, Teil 1

Montag     08/09/14
Am Montag hatte ich als erstes Bio und bevor alle anderen Schüler da waren ging ich nach vorne zum Lehrer. Ich fragte ihn, was die anderen Schüler in ihrem letzten Schuljahr denn so gelernt haben, um rauszufinden, ob bzw. wie viel ich hintendran hänge. Kennt ihr diese Bögen, auf denen man ankreuzen kann, wie gut man glaubt etwas verstanden zu haben? Sowas druckte er dann für mich aus. Es waren neun Seiten. Er bot mir dann an, dass ich die Blätter bis nächste Woche durchschaue und dann wieder zu ihm komme, damit er mir mit dem Zeug das ich noch nicht verstehe helfen kann. Ich wusste also was ich zu tun hatte.

Nach einer Freistunde stand dann Doppel-Physik auf dem Plan. Beziehungsweise, es stellte sich eher als eine Doppelstunde Chemie heraus. Wir haben die ganze Zeit über Atomaufbau, Isotope, Elektronen und Ladungen geredet. Und das ist meiner Meinung nach eindeutig Chemie. Und Chemie und ich, wir waren noch nie Freunde. Das war so ungefähr das einzige Fach, dass ich in Deutschland absolut nicht verstanden habe und das sollte ich mir jetzt auch noch auf Englisch antun?!?
Ich habe also noch während der Stunde relativ schnell den Entschluss gefasst, Physik gegen ein anderes Fach einzutauschen. Und während die anderen ausrechneten, was „the total charge of a carbon nucleus in coulombs“ ist, verfasste ich in Gedanken den Wochenende Post.

Dienstag     09/09/14
Ich bin wieder ganz alleine in Mathe. In der letzten Stunde hatten sich alle paarweise zusammengesetzt und ich saß neben Elisa. Elisa hat jetzt aber den Mathekurs gewechselt. Und ich bin ganz alleine.
Die Mathelehrerin die wir dienstags haben muss mich wohl am Anfang der Stunde was gefragt haben, was ich wegen dem allgemeinen Lärm nicht verstanden habe, jedenfalls fragte sie zu Beginn alle von welcher Schule sie kommen und als sie erfuhr, dass ich ATS bin, hat sie daraus wohl geschlossen, dass ich entweder ein bisschen blöd bin oder kein Wort Englisch spreche. Jedenfalls ging sie die ganze Doppelstunde immer zwischen den Schülern durch um sie zu fragen, ob sie mit allem zurechtkommen und ihnen zu helfen. Bei mir beschränkte sie sich immer nur auf ein „okay?“ mit hoch gestrecktem Daumen und übertriebenem Lächeln.

Nach einer Biostunde hatte ich dann Doppelstunde Fotografie und wir fingen mit Photoshop an. Weil ich immer noch keinen Account für die Schulcomputer hatte, musste ich mich auf dem Account meiner Nachbarin einloggen. Dann gab es für mich, Elisa und zwei andere einen Crashkurs im Umgang mit Photoshop, alle anderen kannten sich da nämlich schon bestens aus.
Ich weiß nicht, ob das bei Anfängern normal ist, ich einfach nicht mit Macs zurechtkomme oder ich einfach untalentiert bin, jedenfalls war ich die ganze Zeit nur am Verzweifeln. Wenn ich den Lehrer gefragt habe, wo ich das eine Tool nochmal finde, hat er mir das aber nicht einfach gezeigt, sondern gleich die halbe Arbeit für mich gemacht. Ich werde also beim nächsten Mal kein Stückchen schlauer sein.

Mittwoch     10/09/14
Am Mittwoch hätte ich in der ersten Stunde Physik gehabt und weil ich da nicht wirklich hinwollte, ging ich noch vorher ins Sekretariat um zu fragen, ob ich zu Computer Science wechseln kann. Die Sekretärin teilte mir dann mit, dass der Kurs vermutlich zu voll ist und ich erst nochmal in Physik muss. Ich war nicht begeistert und Mr. White, der Tutor der ATS der auch da war nahm mich zur Seite um mir zu sagen, dass ich das nicht unbedingt machen muss. Er erklärte mir, dass es diese Regel gäbe, weil viele englische Schüler hofften durch ständigen Fächerwechsel ein paar mehr Freistunden zu bekommen. Stattdessen sollte ich einfach in den Raum gehen, dem Lehrer sagen, dass ich das Fach wechseln würde und wieder gehen.
Die Stunde hatte schon angefangen und es war extrem peinlich den Lehrer zu unterbrechen, sein „just sit down“ zu ignorieren und ihm vor der ganzen Klasse zu berichten, dass mir sein Fach nicht gefiel.

Weil ich nichts hatte, mit dem ich mich in meiner plötzlichen Freiheit hätte beschäftigen können, beschloss ich in die Innenstadt zu gehen und mir einen karierten Collegeblock zu kaufen. Ihr glaubt nicht wie schwierig das ist. Liniert ist kein Problem. Aber kariert? Zuerst war ich in Poundland, dann in einem anderen Laden für alles Mögliche. Da fragte ich dann sogar einen Mitarbeiter ob sie karierte Blöcke haben (haben sie nicht) und er verwies mich dann an einen anderen Laden. Da fand ich dann auch tatsächlich einen überteuerten Block mit karierten Blättern, den ich wohl oder übel kaufte.

Da ich in der Pause wieder ins Sekretariat kommen sollte, ging ich da wieder hin um zu erfahren, dass Computer Science voll ist. Mit dieser Information wurde ich dann zu Student Services geschickt. Der Frau dort gab ich eine Liste, die am Abend vorher aufgestellt habe. Neun Fächer, listed in order of preference. Davon strich sie dann erstmal fast alles durch, weil die Fächer schon voll waren. Als bin ich jetzt in Geography.

Danach hätte ich eigentlich Mathe gehabt, aber stattdessen hatten wir Assembly. Ein Typ von Whatuni hielt einen Vortrag darüber, wie man mit der Website von Whatuni die perfekte Universität findet.
Dieser Vortrag dauerte die ganze Stunde und weil ich danach nur noch zwei Freistunden hatte, hatte ich am Mittwoch nicht eine Minute Unterricht.

8. September 2014

Wochenende

Samstag     06/09/14
Nachdem ich vom Samstag die erste Hälfte verschlafen hatte, nahm meine Hostfamily Sandra und mich zu einer Art riesigem Spielplatz/Bolzplatz/Outside Fitnessstudio mit. Das Ding war echt gigantisch und es hat nicht mal Eintritt gekostet. Es gab einen riesigen Bereich mit Halfpipes und solchen Sachen für Skateboarder, einen Spielplatz und einen Workout Bereich. Während ich diesen Post schreibe, stellt sich mir da die Frage, warum die mir hier so häufig begegnen. Gibt es hier einfach sehr viele und die Regierung denkt die Leute hier haben es nötig? Oder nehmen uns Dave und Stacey bewusst zu Workout Bereichen mit? Falls ja, wie soll ich das dann interpretieren?!?
Wie auch immer. Sandra war immer noch krank und so hat sie sich auch eine Bank gesetzt, während ich mit meinen Gasteltern die Zwerge auf der Schaukel angeschubst haben. Danach sind wir noch in den Workout Bereich und ich musste wieder alles ausprobieren, inklusive einer Boulderwand, an der alle Griffe kaputt waren.



Sonntag     07/09/14
Am Sonntag ist meine Family in einen Ort in der Nähe gegangen. Auf dem Pier war eine Art Kasino und wir sind rein. Sandra und ich haben uns in vornehmer Zurückhaltung geübt, aber Stacey hat sogar was gewonnen :D




Wieder zu Hause mussten wir laut den Regeln die unsere Gastfamily für uns aufgestellte hatte unser Zimmer sauber machen und Wäsche waschen (also das ist nicht vorgeschrieben, wie oft wie wir das machen müssen, aber es war ein guter Zeitpunkt).
Am Abend hatte EF noch Bowlen mit allen ATS geplant.
Nach dem Dinner als wir alle noch am Tisch saßen schaute Stacey nach, wann der Bus kommt den wir bekommen müssen und meinte wir hätte noch 10 Minuten. Sandra und ich also hochgehetzt, umgezogen, Zeug geschnappt und zum Bus gejoggt.
Die Busfahrt dauerte eine geschlagene Stunde. Das Bowlen war eigentlich ganz okay, wenn auch nicht so kommunikativ wie es vermutlich geplant war.


Auf der Rückfahrt sind wir sämtlichen Mitfahrern vermutlich ziemlich auf die Nerven gegangen, als wir versucht haben deutsche beziehungsweise schwedische Sätze zu lernen. Insbesondere als ich sie überzeugen wollte das Deutsch nicht brutal klingt. (Sie sagte weiterhin ich so wie die Schweizer irch, das klang wirklich brutal ;)). Sie war mit meiner Aussprache aber auch nicht zufrieden, das müssen wir also nochmal üben :)

Zweiter Schultag

Am Freitag fühlte sich Sandra zu krank um in die Schule zu kommen, also war ich am Freitag ein MoF. Ich hatte die ersten beiden Stunden frei und ich verschanzte mich in der Bücherei um zuerst meine Fotografie Hausaufgaben zu machen und dann zu versuchen Physik zu begreifen. Ich kam auch tatsächlich vorwärts, allerdings brauchte ich dafür genauso lange wie die eigentliche Stunde gedauert hatte -.-

Danach kam eine einzelne Stunde Fotografie und wir hatten die Wahl entweder einen Fotografen zu recherchieren oder durch Newport zu laufen und anzufangen Fotos zu schießen. Da ich noch keinen Benutzernamen und Passwort für die Schulcomputer habe, hatte ich in der Hinsicht nicht wirklich viel Wahl. Ich bin dann mit der anderen Austauschschülerin, Elisa, und noch drei anderen Mädchen losgelaufen. Sie scheinen ganz nett zu sein und haben uns noch gezeigt, wo wir unsere Fotobücher am billigsten bekommen. Das war eine ziemlich entspannte Stunde.
solche Bäume sollten wir eigentlich fotografieren

eine bespraite Wand in der Nähe meiner Schule



Diese Typen wollten fotografiert werden. Zitat: "Die besten Typen die man haben kann" Ähm...nein.
In der Pause danach habe ich mich mit Elisa, der anderen ATS, in den Common Room gesetzt und nach und nach füllte sich der Raum und ich lernte Amber (oder so) kennen.
Nach der Pause hatte ich dann noch eine Doppelstunde Mathe, wieder mit Elisa. Wir verbrachten die meiste Zeit damit, einen Test zu machen, was wir alles können und so. In Deutschland gehörte ich in Mathe eigentlich immer zu der besseren Hälfte, hier bin ich so ungefähr die Schlechteste. Aber so lange ich mitkomme, kann mir das ja eigentlich relativ egal sein.

7. September 2014

Erster Schultag

Nachdem man den Dienstag ja nicht wirklich als Schultag zählen kann, bezeichne ich den Donnerstag als meinen ersten „richtigen“ Schultag.

Ich hatte als erstes eine Doppelstunde Fotografie, was wirklich ein Schulfach ist, nicht eine AG oder sowas. Jedenfalls habe ich kurz vor Beginn der Stunde noch ein paar anderen Exchange Students geholfen zu ihrem Raum zu finden. Als ich mich dann auf dem Weg zu meinem eigenen Raum machte war ich ein bisschen verzweifelt, weil ich ihn nicht gleich fand. Dann rannte ich in eine Austauschschülerin aus Italien und es stellte sich heraus, dass wir im selben Kurs waren. Zusammen fanden wir dann auch den Raum und wir waren sogar noch die ersten. Nach und nach kamen dann auch alle anderen und in unserem Kurs sind nur zwei Jungs. In dem Kurs wurde kein Vorwissen vorausgesetzt und die Lehrerin hat langsam und deutlich geredet, ich bin also ziemlich gut mitgekommen. Sie hat uns erzählt, worauf wir bei einer Bildanalyse achten müssen und dann haben wir selbst zwei analysiert. Da kam mir mein Wortschatz dann doch wieder sehr beschränkt vor.

Mein nächstes Fach war Physik und ich fand den Raum nicht. Ich fragte ein Mädchen, aber sie wusste es auch nicht, dann fragte ich einen Lehrer oder so und er wusste es auch nicht genau und fragte noch eine andere Lehrerin. Als ich dann zu spät im richtigen Raum ankam hatte die Stunde schon angefangen und ich setzte mich einfach auf den erstbesten freien Platz. Mal wieder verzweifelt wie ich war fühlte ich mich ein bisschen besser, als ich sah, dass noch einer von den deutschen Jungs in dem Kurs war. Dieses Gefühl verging allerdings ziemlich schnell wieder, als ich versuchte dem Lehrer zu folgen. Er sprach ziemlich schnell und undeutlich und seine Handschrift konnte ich auch nicht lesen. Es war eine ziemlich furchtbare Stunde und ich hoffe, dass der andere Lehrer besser ist. Man hat hier für jedes Fach zwei Lehrer, einer unterrichtet zwei Stunden, der andere drei. Fragt mich nicht warum. Ich weiß es nicht. Der andere Deutsche erzählte mir nach der Stunde dass er das in Deutschland schon gehabt hatte und daher keine Probleme mit dem Thema hatte. Normalerweise hätte ich ihn dann mit Fragen bombardiert, allerdings hatte ich nicht mal genug verstanden um eine sinnvolle Frage zu stellen. Bitter. Wir sammelten dann Sandra ein und gingen in den Park hinter der Schule, wo dann relativ bald auch die andern ATS zu uns stießen.

Nach dem Lunch break hatte ich noch eine Doppelstunde Biologie. Wir haben mit Wiederholung über Lichtmikroskope (die ganz normalen) angefangen. Glücklicherweise hatten hier nicht alle Schüler im letzten Jahr Bio als Schulfach und ich hatte nicht das Gefühl mit dem Stoff hinterherzuhängen.
Es war eigentlich ganz okay, die Lehrerin klickte nur die Folien ihrer PowerPoint-Präsentation immer schon weg bevor ich sie ganz abschreiben konnte. Meine Sitznachbarin war in der Hinsicht auch keine Hilfe, ihre Schrift ist zu klein. Am Ende sollten wir noch zehn Minuten irgendwelche Dinge unter dem Mikroskop anschauen und ich startete das Projekt „englische Freunde finden“.

Am Ende von dem Schultag war ich total am Ende. Im Bus bin ich die ganze Zeit eingeschlafen, aber für Sandra war es noch schlimmer. Weil sie ja krank war konnte sie sich nicht richtig konzentrieren und mit ihren Fächern war sie auch nicht richtig zufrieden. Also alles in allem nicht unbedingt der ideale erste Schultag.